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Peru - Orte & Attraktionen

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SÜD PERU:
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Arequipa

Die weiße Stadt

Die zweitgrößte Stadt Perus, Arequipa, liegt in 2.300 m Höhe im Süden des Landes und wird von Wüste und hohen, zum Teil schneebedeckten Bergen und den Vulkanen Misti, Chachani und Pichu Pichu umgeben. Der Vulkan Misti ist ein bedeutendes Symbol der Stadt, die nicht nur von vielen Erdbeben heimgesucht, sondern auch aus weißem Vulkangestein (heller Tuffstein) erbaut wurde, welches Arequipa den Beinamen "Weiße Stadt" verlieh. Insgesamt befinden sich 167 der 401 peruanischen Vulkane im Department Arequipa. Zehn davon sind sogar aktiv.

Das Stadtzentrum von Arequipa wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Die besondere Verbindung von europäischen, kreolischen und indigenen Bautechniken und die dafür verwendeten Baumaterialien haben vor allem dazu beigetragen. Diese Architektur kann man in der Stadtmauer sowie in den Torbögen, Gewölben, Innenhöfen, Plätzen und Barockfassaden wiederfinden. Arequipa ist aber auch für ihre ausgezeichnete Gastronomie bekannt. Unter anderem werden Speisen angeboten, die eine Kombination aus einheimischen Produkten der vorspanischen Ära( wie Puquina, Collagua und Inca) mit europäischen Essen darstellen.

Höhlenmalereien und archäologische Monumente in der Umgebung bestätigen, dass die Geschichte Arequipas bis in die Zeit von 8000 v. Chr. zurückreicht. Eine Legende erzählt, dass Arequipa vom vierten Inka, Mayta Capac, dessen Armee das Tal besetzte, gegründet wurde. Als sie weiterziehen sollten, baten einige seiner Leute, bleiben zu dürfen, woraufhin der Inka antwortete "ari quepay"(Quechua für "ja, du darfst bleiben". Die Gründung der Stadt durch die Spanier fand am 15. August 1540 statt, als sie unter den Namen "Villa Hermosa de Nuestra Señora de la Asunción" (Wunderschöne Stadt von unserer Frau von Asunción) getauft wurde. Aufgrund ihrer Nähe zum Meer und zu den Städten Puno und Cusco spielte Arequipa eine wichtige Rolle in der Zeit der Vizekönige. Während der Republik konsolidierte die Stadt ihr wirtschaftliches Einkommen durch Schafwollexport und Fabriken für Alpaca-, Vicuña- und Lamawolle. Am Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sicherte die Stadt ihre Führung im wirtschaftlichen Sektor in den südlichen andinen Hochländern.

Arequipa ist die "Stadt des ewigen Frühlings". Hier herrscht das trockene Klima der Hochländer mit Temperaturen zwischen 24°C am Tag und 10°C nachts. In den Monaten von Januar bis März gibt es leichten Regenfall, aber die Sonne scheint dennoch fast täglich.

Die Infrastruktur von Arequipa ist ausgezeichnet. Es gibt täglich Flüge von Lima, Cusco, Tacna und Puno nach Arequipa und zurück. Der Flughafen befindet sich nur 15 Minuten von der Stadt entfernt. Die Stadt ist über verschiedenen Straßen mit dem Rest des Landes verbunden.

Arequipa ist ein geeigneter Ausgangspunkt, um die tiefste Schlucht der Welt, den Colca Cañon, zu besichtigen. Dort befindet sich auch der "Cruz del Condor", ein Aussichtspunkt, von wo aus man hautnah die majestätischen Flüge des Condors beobachten kann, welche eine Flügelspannweite von bis zu 3 m erreichen kann.



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